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Kontaktlinsen - Häufig gestellte Fragen

Wir wollen Ihnen helfen, häufig auftretende Fragen zum Thema Kontaktlinsen und Pflegemittel für Kontaktlinsen auf dieser Seite zu beantworten.

 

Bestellen Sie Ihre Kontaktlinsen bei uns im Shop, ganz bequem, rund um die Uhr!

 

 


 

1. Ich möchte Kontaktlinsen zum ersten Mal, wie gehe ich vor?

Eine Kontaktlinsenanpassung ist vorab unbedingt notwendig. Ermittelt werden müssen folgende Werte: Radius, Durchmesser, Dioptrien. Die Kontaktlinsenanpassung kann nur durch Ihren Augenoptiker oder Augenarzt erfolgen. Dieser untersucht Ihre Augen eingehend mit der Betrachtung des vorderen äußeren Augenabschnittes und mittels einer Videoanalyse. So werden Sie richtig beraten, ob Sie für Kontaktlinsen geeignet sind.


Leider ist nicht jede Kontaktlinse auch für jedes Auge geeignet.
Sind Sie in der Region um Augsburg zu Hause? Dann besuchen Sie uns doch persönlich.
Wir beraten Sie gerne und unverbindlich.

Unsere Anschrift: 
Optiker Braun GmbH,
Bahnhofstrasse 14 - 86150 Augsburg
Beratungsservice Tel. +49 821 33253

Unsere Öffnungszeiten:
MO - FR 09:00 - 18:30 Uhr und SA 10:00 - 16.00 Uhr
Nach Vereinbarung auch gerne bis 21:00 Uhr

 

2. Für wen sind Kontaktlinsen geeignet?

Kontaktlinsen können fast alle Menschen benutzen.
Es gibt allerdings Menschen, bei denen die Augen zu trocken sein können und deren Tränenfilm nicht ausreichend ist.
In manchen Fällen kann auch eine spezielle Fehlsichtigkeit nicht ohne weiteres mit Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Lassen Sie sich von Ihrem Optiker oder Augenarzt vor Ort beraten oder nutzen Sie unseren telefonischen Beratungsservice für Kontaktlinsen, Tel. +49 821 33253

 

3. Arten und Typen von Kontaktlinsen?

Zwei Arten sind auf dem Markt erhältlich, man unterscheidet hier zwischen harten und weichen Kontaktlinsen.

Weiche Kontaktlinsen sind von der Konsistenz sehr flexibel. In der Regel sind sie von Anfang an verträglicher als harte Linsen. Moderne weiche Kontaktlinsen verfügen heute über hervorragende Eigenschaften und sind sehr sauerstoffdurchlässig.

Harte Kontaktlinsen haben den Vorteil, auch stärkere Hornhautverkrümmungen berücksichtigen zu können und auch sehr sauerstoffdurchlässig zu sein. Sie erfordern eine etwas länger dauernde Anpassungszeit und sind nicht ganz so spontanverträglich wie weiche Linsen.

 

4. Was ist beim Umgang mit Kontaktlinsen zu beachten?

Vermeiden Sie die Berührung Ihrer Kontaktlinsen mit spitzen oder scharfen Gegenständen.
Eine Linse kann hierbei leicht beschädigt werden. Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Kontaktlinsen nie austrocknen und immer mit Flüssigkeit gesättigt sind, bevor Sie diese in Ihre Augen einsetzen.

Nutzen Sie z.B. eine Nachbenetzungslösung, um einen optimalen Tragekomfort zu gewährleisten. Nachbenetzungslösungen, eine ideale Flüssigkeit, die auch als künstliche Tränenflüssigkeit bezeichnet wird, basiert meist auf Kochsalzbasis und wird direkt ins Auge getropft. Sie sorgt so beim Anwender für ein angenehmes Gefühl feuchter Augen und Linsen.

 

5. Benötige ich trotz Kontaktlinsen auch weiterhin eine Brille?

Die Erfahrung von Kontaktlinsenträgern zeigt, dass es immer wieder Gelegenheiten geben wird, bei denen Sie auch weiterhin lieber Ihre Brille tragen wollen und werden.

Bei sehr trockener Raumluft oder PC Arbeit kann die Tragezeit der Linsen geringer sein. Es ist auch ratsam, Kontaktlinsen nicht gleich unmittelbar nach dem Aufwachen bzw. bis kurz vor dem Schlafengehen zu tragen.

 

6. Wie oft muss ich meine Augen kontrollieren lassen?

Nachkontrollen und regelmäßige Besuche beim Augenarzt oder Optiker sind prinzipiell für jeden Menschen notwendig für den langfristigen Erhalt der Sehleistung. Veränderungen der Augen oder der Kontaktlinsenoberfläche können immer vorkommen, Sie als Kontaktlinsenträger können diese aber nicht immer bewusst wahrnehmen.

Gehen Sie daher mindestens ein- bis zweimal im Jahr zu Ihrem Optiker und lassen Sie Ihre Augen bzw. den Sitz der Kontaktlinsen kontrollieren.

Aus Prinzip gilt: Wenn Sie irgendeine Veränderung bei Ihren Augen feststellen, die Sehfähigkeit sich verschlechtert, sollten Sie sich sofort ärztlichen Rat oder fachlichen Rat beim Optiker einholen.

 

7. Sind Kontaktlinsen auch für Kinder geeignet?

Sobald ein Kind in der Lage ist, mit Kontaktlinsen sorgsam umzugehen, können diese auch von ihm getragen werden. Kinder gewöhnen sich im Allgemeinen sehr schnell an Kontaktlinsen und gehen sehr gewissenhaft mit ihnen um. Regelmäßige Kontrollen mit Bezug auf Sitz und Augenstärke sind hier in kürzeren Abständen allerdings notwendig, da sich die Augen noch im Wachstum befinden.
Lassen Sie sich auch in dieser Frage eingehend beim Augenarzt oder Augenoptiker aufklären.
 

8. Kontaktlinsen und Medikamente, was ist zu beachten?

Medikamente können den Tränenfilm im Auge und die damit verbundene Verträglichkeit der Kontaktlinsen verändern. Informieren Sie daher Ihren Optiker über die Einnahme von Medikamenten, noch besser ist ein Besuch bei Ihrem Augenarzt. Hier erhalten Sie eine kompetente Auskunft, ob es zu Komplikationen kommen könnte. Tropfen oder Salben, die direkt ins Auge gegeben werden, können die Kontaktlinsen schädigen. Weiche Linsen sind hiervon besonders betroffen.

 

9. Wann haben sich meine Augen an die Kontaktlinsen gewöhnt?

Die Gewöhnung an die Kontaktlinsen ist von Mensch zu Mensch verschieden. In der Regel werden Sie die Kontaktlinsen nur während der ersten wenigen Tage wahrnehmen. Nach der Eingewöhnungsphase spüren die meisten Menschen kaum mehr, dass sie überhaupt Kontaktlinsen in den Augen tragen.

 

10. Was genau sind farbige Kontaktlinsen, auch Farblinsen genannt?

Hier unterscheidet man die farbintensive und farblich unterstützende Linsenfarben.

Farbintensive Kontaktlinsen verändern die eigene Augenfarbe in eine andere oder wirken sehr farbintensiv. Es gibt zudem auch Effekt für Kostümfeste wie Halloween oder den Karneval. Farblinsen gibt es auch OHNE Dioptrien. Wählen Sie bei der Bestellung bitte die Stärke 0,00.

Farbunterstützende Kontaktlinsen sind neben vielen klaren oder transparenten Linsen z. B. leicht blau getönt und unterstützen die Handhabung der Kontaktlinse beim Einsetzen in das Auge. Durch die leichte Färbung sieht man die Linse einfach besser, die eigene Augenfarbe bleibt hiervon weitestgehend unberührt.

 

11. Warum werden für Kontaktlinsen spezielle Pflegemittel benötigt?

Zur Herstellung von Kontaktlinsen benutzt man Kunststoffe, die einer speziellen Pflege bedürfen. Wie alle Kunststoffe, so neigt auch der Kunststoff einer Kontaktlinse zu Anlagerungen von Fremdstoffen. Diese Anlagerungen bzw. Einlagerungen können nun, wenn sie nicht ständig entfernt werden, eine Linse verfärben, ihre Passform schädigen und dadurch die optische Qualität stark beeinträchtigen.

Um dies zu verhindern, werden Kontaktlinsen in eine spezielle Reinigungslösung eingelagert.

Sterilisation der Kontaktlinse:

Keime können sich auf den Ablagerungen ansiedeln und Ihre Augen so auf Dauer schädigen. Pflegen Sie daher immer Ihre Kontaktlinsen mit speziell dafür geeigneten Reinigungs- und Pflegemitteln.

 

12. Gibt es Berufe, in denen Kontaktlinsen nicht geeignet sind?

Das Tragen von Kontaktlinsen ist nicht generell in allen Berufen geeignet. In Berufen, deren Ausübung mit starker Staub- oder Rauchentwicklung einhergeht, ist es nicht empfehlenswert, Kontaktlinsen zu tragen. Kleine Partikel können unter die Kontaktlinse geraten und Hornhautreizungen und unter Umständen Verletzungen verursachen. Berufe dieser Art sind z. B. der Bäckerberuf und die meisten Bauberufe. Lange PC-Arbeit, bei der die Lidschlagfrequenz meist deutlich reduziert ist, führt ebenso zu trockeneren Augen wie Klimaanlagen oder Tonerstaub von Laserdruckern.

Sie können die Tragezeit durch eine gute Nachbenetzungslösung wieder deutlich verlängern. Umfangreiche Studien haben ergeben, dass die Tränenmenge dadurch nicht vermindert wird. Denken Sie daran, ausreichend zu trinken, weil sich dadurch auch die Tränenflüssigkeit in der Menge verbessert.

 

13. Können Vitamine meinen Tränenfilm verbessern?

Eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme reichen aus, um Augen gesund zu erhalten. Zu hohe Vitamingaben verschlechtern sogar den Tränenfilm und können, z. B. bei zu hohen Vitamin-C-Gaben, trockene Augen erzeugen.

 

14. Verändern Medikamente meinen Tränenfilm?

Die meisten Medikamente haben auf sensible Augen eine direkte Auswirkung. Es können sich Linsenunverträglichkeiten ergeben, weil der Tränenfilm oder die Hornhautschichten sich in der Struktur verändern. Insbesondere bei längerer Einnahme von Kortison und Antibiotika können sich Änderungen bei der Sehleistung ergeben. Hormone können teilweise deutlich den Tränenfilm verändern und so zu einer Linsenunverträglichkeit oder Verringerung der Tragezeit führen.

 

15. Was sind Orthokeratologie-Kontaktlinsen?

Am Tage perfekt sehen und nur in der Nacht Kontaktlinsen tragen, geht das? Orthokeratologie–Kontaktlinsen sind revolutionierende neue Kontaktlinsen und werden nur in der Nacht, beim Schlafen, getragen. Orthokeratologie-Kontaktlinsen sind ideal für Kunden die die Natürlichkeit der Augen erhalten möchten, aber dennoch am Tage auf eine Korrektion verzichten möchten. Orthokeratologie ist die gezielte Modellierung der Hornhaut zur Reduzierung der Fehlsichtigkeit (Myopie) und der gleichzeitigen Verbesserung der Sehleistung.

Hierbei wird angestrebt, die größtmögliche Sehschärfe (Visus) zu erreichen, um tagsüber perfekt zu sehen und keine Brille oder Kontaktlinsen zu tragen. Es wird ohne Belastung der Hornhaut, durch das Entstehen von Adhäsions- und Kapillarkräfte, eine geringe Abflachung der Hornhaut erreicht und somit eine Korrektionswirkung geschaffen. Die Hornhaut verfügt über enorme elastische Eigenschaften, die nur zu einem geringen Anteil genutzt werden und so wird an der Natürlichkeit der Augen nichts verändert.

 

16. Wer ist für Orthokeratologie Kontaktlinsen geeignet?

Jeder Fehlsichtige bis zu einer Stärke von –3,5 dpt. und einem Astigmatismus bis –1,5 dpt. Brillen oder Kontaktlinsenträger, für die eine LASIK-Operation nicht in Frage kommt. Kunden, die sich am Tage natürliches Sehen ohne Kontaktlinsen oder Brille wünschen.

 

17. Wer passt Orthokeratologie-Kontaktlinsen an?

Die Orthokeratologie- Kontaktlinsenanpassung wird nur von Augenoptikermeistern ausgeführt, die über geeignete Messgeräte (Keratograph-Messgerät, das die Hornhautoberfläche mit 20.000 Messpunkten erfasst) verfügen. Diese Augenoptikermeister sollten über eine dementsprechende Zusatzausbildung verfügen.

 

18. Gibt es Nachteile nach Lasik-Operationen?

Es bestehen noch keine richtig ausreichenden Langzeiterfahrungen. Wie verhält sich das Auge bei gleichbleibendem Augeninnendruck und reduzierter Hornhautdicke im Laufe der Jahre und im Alter? Eine Lesebrille wird ab ca. 40 Jahren trotzdem benötigt. Mehrstärken-Interokular-Linsen (IOL) bieten momentan noch ein zu schlechtes Sehen. Es kann zu einem Transparenzverlust der Hornhaut kommen. Eine Brille muss in vielen Fällen für optimale Sehleistung wieder getragen werden. Das Immunsystem des Auges ist u. U. reduziert und kann auf Verletzungen und Keime empfindlicher reagieren.

Es gibt kaum Augenärzte, die sich einer Lasik-OP unterzogen haben. Trockene Augen und dadurch ständige Nachbenetzung können erforderlich sein. Nervenbahnen der Hornhaut werden teilweise durchtrennt und können so die Tränensekretion schlechter steuern. Es kann in der Nacht zu schlechterem Kontrastsehen durch Transparenzverlust kommen. In manchen Fällen entsteht eine erneute Stärkenänderung nach wenigen Monaten. Dies macht eine erneute Lasik-OP durch Stärkenänderung erforderlich. Es können Hornhaut-Unebenheiten entstehen, bei denen eine Brillenkorrektur kaum noch möglich ist. Dies macht dann sehr aufwendige Kontaktlinsenanpassungen notwendig.

 

19. Wann gibt es bei Kontaktlinsen einen geringeren Tragekomfort?

Grundsätzlich werden Nebenwirkungen bei Kontaktlinsen meist durch eine mangelnde Pflege und Hygiene der Kontaktlinsen verursacht. Es kann beim Überschreiten der täglichen Tragedauer, durch die Ablagerungen auf der Linse und, dadurch bedingt, durch die Keimbildung auf der Linse zu Hornhautentzündungen kommen.

Kontaktlinsen und Pflegeprodukte müssen aufeinander abgestimmt sein. Von Billigmitteln mit zu vielen und äußerst bedenklichen Konservierungsstoffen ist dringend abzuraten. Lassen Sie sich von Ihrem Augenoptiker beraten und gönnen Sie Ihren Augen gute Produkte. Durch schlechte System-Lösungen altern Ihre Augen einfach schneller und unmerklich. Zellstrukturen in der Hornhaut verändern sich und schwächen das Immunsystem der Augen.

 

20. Warum muss ich meine Kontaktlinsen reinigen?

Durch das Tragen lagert sich durch die Tränenflüssigkeit und die Umweltbedingungen von außen ein Film auf den Linsen ab. Der Film ist ein sehr gut geeigneter Nährboden für Bakterien. Dieser Film muss täglich entfernt werden, da es sonst leicht zu Irritationen und Entzündungen kommt.

Gleiches kann vermehrt passieren, wenn die tägliche Tragezeit der Linsen überschritten wird. Durch die tägliche Reinigung erhöht sich auch die Klarheit der Kontaktlinsen und sorgt so für eine bessere Sicht.

 

21. Kann ich meine ausgetrockneten weichen Kontaktlinsen noch retten?

Legen Sie Ihre weichen Kontaktlinsen für 24 Stunden in die geeignete Aufbewahrungslösung und lassen Sie Ihren Augenoptiker anschließend die Kontaktlinsen überprüfen. Dieser kann entscheiden, ob die Kontaktlinsen Beschädigungen aufweisen oder die Daten der Kontaktlinsen sich verändert haben. Was versteht man unter Ablagerungen auf den Kontaktlinsen? Unter Ablagerungen versteht man z. B. Proteine (Eiweiße), die in der Tränenflüssigkeit enthalten sind und eine wichtige Schutzfunktion erfüllen, sowie Staub- und Schmutzpartikel, die täglich auf unsere Hornhaut gelangen.

Diese Ablagerungen bieten einen Nährboden für Keime und verringern die Sauerstoffdurchlässigkeit der Kontaktlinsen. Die Ablagerungen werden durch das tägliche Reinigen der Kontaktlinsen und die wöchentliche Anwendung eines sogenannten Proteinentferners beseitigt. Entzündungen des Auges und eine verringerte Sauerstoffunterversorgung der Hornhaut werden dadurch vermieden.

 

22. Sind Fälle von Behandlungsfehlern bei Lasik-Operationen bekannt?

Ziemlich genau 15 Jahre (!) nach einer Lasik-Operation hat das Oberlandesgericht München am 17. November 2011 (1 U 4499/07) einer Patientin wegen unzureichender Aufklärung ein hohes Schmerzensgeld zugesprochen. Ein Behandlungsfehler der operierenden Ärzte konnte nicht bewiesen werden.

30.000,00 Euro Schmerzensgeld für verunglückte Lasik-Operation
Die Patientin litt an beiden Augen an einer mittelgradigen Myopie mit einem erheblichen Astigmatismus (rechtes Auge: Sphäre - 6,0, Zylinder -2,0, Achse 160 Grad, linkes Auge: Sphäre -5,75, Zylinder – 2,0, Achse 26 Grad). Die Myopie konnte bis Anfang 1996 problemlos durch das Tragen von Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Danach war das Tragen von Kontaktlinsen für die Patientin auf Grund eines Sicca-Syndroms und auf Grund beginnender Alterssichtigkeit problematisch. Nach dem Eingriff am rechten Auge zeigte sich eine Überkorrektion von 3,0 Dioptrien. Die Sehschärfe der Patientin betrug 20 % und sie konnte nur noch „wie durch einen Schleier sehen“.

Die erste Instanz war noch der Auffassung, den operierenden Ärzten sei ein grober Behandlungsfehler unterlaufen. Die Befunderhebung sei unvollständig gewesen, so dass möglicherweise ein subklinischer Keratokonus übersehen worden sei. Das Vorliegen eines subklinischen Keratokonus stelle für eine Lasik-Operation eine Kontraindikation dar.

Diese Entscheidung wurde auf die Berufung der Ärzte vom Oberlandesgericht zunächst bestätigt, dann aber vom Bundesgerichtshof wieder aufgehoben. Deshalb musste sich das Oberlandesgericht erneut mit der Klage der Patientin befassen und kam dann zu dem Ergebnis, dass nicht feststehe, ob bei der Patientin tatsächlich ein subklinisches Keratokonus vorgelegen habe. Im Ergebnis sprach es jedoch der Patientin das Schmerzensgeld zu. Es begründete dies jedoch „lediglich“ mit einem Aufklärungsfehler der Ärzte. Diese hätten die Patientin nicht darauf hingewiesen, dass die Lasik-Operation im Einzelfall zu einer irreversiblen Augenschädigung führen könne. Ebenfalls wurde nicht auf die Möglichkeit der Erblindung hingewiesen.

Die lange Dauer des Verfahrens hat sich nicht nur deshalb ergeben, weil insgesamt vier Gerichte (Landgericht München, zweimal Oberlandesgericht München und einmal Bundesgerichtshof) mit der Klage befassen mussten, sondern auch, weil allein in der ersten Instanz drei Sachverständige beauftragt werden mussten. Der erste hinzugezogene Sachverständige war vor Abschluss der Beweisaufnahme nicht mehr „auffindbar“, der dann beauftragte Sachverständige verstarb, so dass erst mit einem dritten Sachverständigen die Beweisaufnahme abgeschlossen werden konnte.
Quelle: Juris

 


Bitte beachten Sie noch folgende Information:


Die hier vorgestellten Fragen zur Handhabung von Kontaktlinsen dienen nur zur allgemeinen Information.
Sie können und sollen niemals die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Nutzen Sie die hier aufgeführten Informationen niemals als einzige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Bei Beschwerden raten wir dringend zu einem Besuch bei Ihrem Optiker oder Augenarzt.